
Trailer: Beyond Lifespan
Das ist der offizielle Trailer von Beyond Lifespan - 2 Ärzte über Longevity & Biohacking. Jede Woche Donnerstag eine neue Folge.
2 Ärzte über Longevity & Biohacking

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Zusammenfassung
Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus dem Transkript von Folge 134 per KI erstellt. Sie kann daher Fehler oder Unvollständigkeiten enthalten und ersetzt keine medizinische Beratung.
In dieser Folge sprechen Mario und Max über die Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlung von ADHS. Sie beleuchten die neurobiologischen Hintergründe, insbesondere die Rolle des Botenstoffs Dopamin, und differenzieren zwischen einer echten ADHS-Erkrankung und ADHS-ähnlichen Symptomen, die durch die moderne digitale Reizüberflutung entstehen können. Außerdem diskutieren sie die Vor- und Nachteile von ADHS sowie die verschiedenen medikamentösen und nicht-medikamentösen Behandlungsansätze.
ADHS ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die sich durch Probleme mit der Aufmerksamkeit, Impulsivität und teilweise Hyperaktivität auszeichnet. Mario und Max erklären das Phänomen anhand der "Scheinwerfer-Analogie": Die Betroffenen können ihren "Aufmerksamkeits-Scheinwerfer" nur schwer auf Dinge richten, die sie nicht interessieren, während sie sich auf spannende Themen extrem gut konzentrieren können ("Hyperfokus"). Diese Schwierigkeiten sind auf eine Funktionsstörung im präfrontalen Kortex zurückzuführen, die eng mit einem Mangel des Botenstoffs Dopamin zusammenhängt.
Die Symptome von ADHS – Unaufmerksamkeit und Impulsivität – ähneln stark den Effekten, die durch übermäßigen Konsum von Social Media und ständige Erreichbarkeit entstehen. In beiden Fällen spielt ein gestörter Dopaminhaushalt eine zentrale Rolle. Während bei ADHS meist eine genetisch bedingte, niedrigere Dopamin-Baseline vorliegt, führt die ständige Stimulation durch digitale Medien zu einem ähnlichen Defizit. Dies macht die Unterscheidung schwierig und erfordert eine professionelle Diagnose, die auch die Kindheit des Betroffenen berücksichtigt, da ADHS bereits vor dem 12. Lebensjahr beginnt.
Ein wichtiges Diagnosekriterium für ADHS ist das Auftreten der Symptome vor dem zwölften Lebensjahr. Oftmals werden diese aber durch äußere Strukturen, wie die Unterstützung durch Eltern und Lehrer, lange kompensiert. Die Probleme werden dann erst im Erwachsenenleben offensichtlich, wenn diese Hilfestellungen wegfallen und die Betroffenen auf sich allein gestellt sind. Insbesondere bei Frauen, die eher zum unaufmerksamen als zum hyperaktiven Typ neigen, wird die Diagnose oft erst spät gestellt.
ADHS wird oft mit Nachteilen wie mangelnder Impulskontrolle, höherer Risikobereitschaft und Schwierigkeiten im Alltag in Verbindung gebracht. Unbehandelt kann dies zu einer geringeren Lebenserwartung führen, oft durch Unfälle oder Suizid. Zudem treten Depressionen, Angststörungen und Suchterkrankungen signifikant häufiger auf. Gleichzeitig haben Menschen mit ADHS oft auch Stärken: Sie können in Interessensgebieten einen extremen Fokus entwickeln, sind oft kreativer, flexibler und offener für Neues. Dies erklärt, warum unter Unternehmensgründern überdurchschnittlich viele Menschen mit ADHS zu finden sind.
Zur Behandlung von ADHS gibt es medikamentöse und nicht-medikamentöse Ansätze. Medikamente wie Methylphenidat (Ritalin) oder Atomoxetin zielen darauf ab, die Dopamin-Konzentration im Gehirn zu normalisieren und so die Impulskontrolle und Konzentration zu verbessern. Nicht-medikamentöse Therapien wie Verhaltenstherapie oder Coaching helfen den Betroffenen, durch feste Routinen, Kalender und andere externe Hilfsmittel Struktur in ihren Alltag zu bringen. Oft ist eine Kombination beider Ansätze am wirksamsten.
Fast 80% der Erwachsenen mit ADHS haben einen nach hinten verschobenen Schlaf-Wach-Rhythmus, da ihr Körper das Schlafhormon Melatonin später ausschüttet. Dies führt zu Einschlafproblemen und weniger erholsamem Schlaf. Als Bio-Hack empfehlen Mario und Max die Einnahme von Melatonin am Abend, um den Einschlafzeitpunkt nach vorne zu verlegen. Studien zeigen, dass dies nicht nur den Schlaf-Rhythmus verbessert, sondern auch die ADHS-Symptomatik am Tag lindern kann, effektiver als eine reine Lichttherapie am Morgen.
Social Media ist voll von Videos zu ADHS und die Bezeichnung wird online oft vorschnell als Erklärung für Unpünktlichkeit oder Verpeiltheit genutzt. Doch wo verläuft die Grenze zwischen alltäglicher Reizüberflutung und einer medizinischen Diagnose?
In dieser Folge erklären Mario und Max, was bei ADHS neurobiologisch im Gehirn passiert und welche Rolle Dopamin bei der Impulskontrolle spielt. Sie beleuchten die Symptomunterschiede zwischen Männern und Frauen, vergleichen Wirkstoffe wie Ritalin mit Verhaltenstherapien und beantworten in der Community-Hotline, ob ADHS erst im Erwachsenenalter entstehen kann.
Zudem sprechen sie über das erhöhte Risikoverhalten bei undiagnostizierten Fällen und liefern am Ende ihren Praxis-Hack zur Regulierung des Schlafrhythmus mittels Melatonin.
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