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Moonshots oder Moneyburner? Die verrücktesten Longevity-Interventionen im Check

Von Gentherapie bis Kryonik – was ist Hype, was hat Hand und Fuß, und für wen lohnt es sich (noch) nicht?

70 Min.Folge 84
Cover der Episode „Moonshots oder Moneyburner? Die verrücktesten Longevity-Interventionen im Check"

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Die Folge in Kürze

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Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus dem Transkript von Folge 84 per KI erstellt. Sie kann daher Fehler oder Unvollständigkeiten enthalten und ersetzt keine medizinische Beratung.

In dieser Folge geben Mario und Max einen Überblick über experimentelle und teils kontroverse Longevity-Interventionen. Sie bewerten verschiedene Methoden von Gentherapie über Medikamente wie Rapamycin bis hin zu Kryonik. Dabei diskutieren sie für jede Intervention den aktuellen Stand der Wissenschaft, potenzielle Risiken sowie den persönlichen Nutzen und entscheiden, ob sie es selbst anwenden würden – jetzt oder in der Zukunft.

Key Takeaways

  • 01Gentherapien (z.B. mit Follistatin oder Klotho) sind vielversprechend, aber aktuell noch zu experimentell und teuer für einen präventiven Einsatz in jungen Jahren.
  • 02Rapamycin zeigt in Tierstudien lebensverlängernde Effekte, aber der Nutzen für gesunde Menschen ist unklar und mit Nebenwirkungen verbunden.
  • 03Die Verjüngung des Thymus mittels Wachstumshormon ist ein interessanter Ansatz, aber die Studienlage ist dünn und die konstante Hormongabe riskant.
  • 04Eine Stuhltransplantation (FMT) ist eine effektive medizinische Therapie bei bestimmten Darminfektionen und könnte auch bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen hilfreich sein.
  • 05Präventive Ganzkörper-MRTs können sinnvoll sein, um gesundheitliche Probleme früh zu erkennen, erfordern aber die mentale Bereitschaft, mit Zufallsbefunden umzugehen.
  • 06Peptide wie BPC-157 oder TB-500 sind vor allem bei konkreten Verletzungen zur Regenerationsförderung eine Option, nicht zur Daueranwendung.
  • 07Stammzelltherapien können bei Gelenkproblemen wie Arthrose eine valide Option sein, um einen Gelenkersatz hinauszuzögern.

Im Detail

Mario und Max diskutieren Gentherapien wie die Gabe von Follistatin zur Muskelsteigerung oder Klotho gegen Gefäßverkalkung. Sie schätzen den Ansatz als vielversprechend ein, insbesondere für ältere Menschen. Für sich selbst schließen sie eine Anwendung in jungen Jahren aufgrund der hohen Kosten, der experimentellen Natur und der unklaren Langzeitrisiken aktuell aus, beobachten die Entwicklung aber mit Interesse.

Rapamycin ist ein Medikament, das in Tierversuchen lebensverlängernde Effekte gezeigt hat. Die Hosts erörtern, dass der Nutzen für gesunde Menschen ohne chronische Entzündungen fraglich ist. Da auch Nebenwirkungen wie erhöhte Blutzuckerwerte auftreten können und Brian Johnson die Einnahme aufgrund ausbleibender positiver Effekte gestoppt hat, sehen sie für sich selbst derzeit keinen Anwendungsfall.

Die „TRIM“-Studie zur Verjüngung der Thymusdrüse mit Wachstumshormonen wird als interessant, aber aufgrund der kleinen Stichprobe und des riskanten Protokolls kritisch gesehen. Eine Alternative könnten Peptide sein. Die fäkale Mikrobiom-Transplantation (Stuhltransplantation) wird als etablierte, wirksame Methode bei schweren Darminfektionen (Clostridium difficile) und als potenziell nützlich bei chronischen Darmerkrankungen bewertet.

Ein präventives Ganzkörper-MRT bewerten beide als sinnvoll, um frühzeitig potenzielle Tumoren oder andere Anomalien zu entdecken. Sie betonen jedoch, dass man mental bereit sein muss, mit möglichen Zufallsbefunden umzugehen. Peptidtherapien (z.B. BPC-157, TB-500) und Stammzelltherapien sehen sie nicht für die Dauereinnahme, sondern als gezielte Option zur Behandlung von spezifischen Verletzungen oder chronischen Gelenkerkrankungen wie Arthrose.

Kryonik, das Einfrieren nach dem Tod, wird als ultimativer „Moonshot“ diskutiert. Max und Mario würden es in Erwägung ziehen, wenn Geld keine Rolle spielt und keine anderen Optionen bleiben. Die Übertragung von jungem Blut („Young Blood“) wird ebenfalls thematisiert. Da Brian Johnson hierbei keinen Nutzen für sich feststellen konnte, sehen auch die Hosts aktuell keinen Grund für eine Anwendung, zumal es keine aussagekräftigen Studien am Menschen gibt.

Was du konkret tun kannst

  • Bei schweren, antibiotikaresistenten Darminfektionen eine Stuhltransplantation als wirksame Alternative in Betracht ziehen.
  • Bei chronischen Gelenkbeschwerden (z.B. Arthrose) als letzte Option vor einem Gelenkersatz eine Stammzelltherapie evaluieren.
  • Vor der Entscheidung für eine präventive Bildgebung (Ganzkörper-MRT) die eigene psychische Bereitschaft für den Umgang mit potenziellen Zufallsbefunden prüfen.
  • Bei akuten Sport- oder Sehnenverletzungen den Einsatz von Peptiden zur Beschleunigung der Regeneration als mögliche, aber experimentelle Option recherchieren.

Erwähnt in dieser Folge

Gentherapie
Experimentelle Intervention zum Einbringen von Genen in Körperzellen, um Proteine wie Follistatin (Muskelwachstum) oder Klotho (Gefäßgesundheit) vermehrt zu produzieren.
Rapamycin
Ein Immunsuppressivum, das in niedriger Dosierung in Tierstudien lebensverlängernde Effekte zeigte. Der Nutzen für gesunde Menschen ist umstritten.
Thymus-Rejuvenation
Ein experimenteller Ansatz von Greg Fahy, bei dem die Thymusdrüse mittels Wachstumshormon, Metformin und DHEA verjüngt werden soll, um das Immunsystem zu stärken.
Fekaltransplantation (FMT)
Die Übertragung von Darmbakterien eines gesunden Spenders, die bei Infektionen mit Clostridium difficile eine hohe Erfolgsquote hat.
Kryonik
Das Tieftemperatur-Konservieren des Körpers nach dem Tod in der Hoffnung auf eine zukünftige Wiederbelebung und Heilung.
Peptide (BPC-157, TB-500)
Synthetische Proteinketten, die zur Verbesserung der Regeneration und Heilung, insbesondere nach Verletzungen, eingesetzt werden.
Stammzelltherapie
Therapieform, bei der körpereigene Stammzellen zur Regeneration von geschädigtem Gewebe (z.B. bei Gelenkarthrose) eingesetzt werden.
Ganzkörper-MRT
Präventive Bildgebungsuntersuchung des gesamten Körpers zur Früherkennung von Tumoren oder anderen Anomalien.

Worum es in dieser Folge geht

„Was davon würdest du wirklich machen?“ – In dieser Folge drehen Mario & Max den Spieß um und challengen die spektakulärsten Longevity-Interventionen : Gentherapien, Rapamycin, Thymus-Rejuvenation, FMT, Kryonik, „Young Blood“, Peptide, Ganzkörper-MRT, Stammzellen und HBOT.

Es geht um Evidenz vs. Anekdote, Effekte & Nebenwirkungen, rechtliche Grauzonen und ganz nüchtern um Kosten–Nutzen. Vieles ist (noch) Moonshot – manches kann in speziellen Indikationen Sinn ergeben, besonders im höheren Alter. Plus: Wo simple Prävention und Diagnostics heute schon mehr bringen als teure Experimente.

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