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GCLS als Kaderschmiede für Longevity-Experten - mit Dr. Dominik Thor

Wie das GCLS Ordnung in die Longevity-Vielfalt bringen möchte

55 Min.Folge 57
Cover der Episode „GCLS als Kaderschmiede für Longevity-Experten - mit Dr. Dominik Thor"

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Die Folge in Kürze

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Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus dem Transkript von Folge 57 per KI erstellt. Sie kann daher Fehler oder Unvollständigkeiten enthalten und ersetzt keine medizinische Beratung.

In dieser Folge von Beyond Lifespan sprechen die Hosts Mario und Max mit Dominik Thor über die Gründung und die Ziele des Geneva College of Longevity Science (GCLS). Thor, der ursprünglich Medizin studierte und dann in die Pharmazie und Wirtschaft wechselte, erläutert, wie ihn seine Forschung im Bereich der Zellregeneration (HIF-1-Alpha-Signalweg) zur Gründung des GCLS inspiriert hat. Das College zielt darauf ab, eine strukturierte, wissenschaftlich fundierte Ausbildung im schnell wachsenden, aber oft unübersichtlichen Feld der Longevity anzubieten und so als eine Art "Kaderschmiede" für Experten zu fungieren.

Key Takeaways

  • 01Das Geneva College of Longevity Science (GCLS) bietet als erste Hochschule weltweit einen Masterstudiengang in Longevity Science an, um dem unstrukturierten Informationsfluss im Longevity-Bereich mit akademischer Qualität zu begegnen.
  • 02Der Studiengang richtet sich primär an bereits berufstätige Personen, insbesondere Mediziner (ca. 75 % der Studierenden), aber auch an Fachleute aus anderen Bereichen wie Recht oder Management.
  • 03Die Ausbildung ist als flexibles, internationales Online-Studium konzipiert, um den Studierenden aus verschiedenen Zeitzonen und mit beruflichen Verpflichtungen gerecht zu werden.
  • 04Neben dem Masterprogramm entwickelt das GCLS auch zertifizierte Fortbildungen für praktizierende Ärzte ("Board Certified Longevity Physician") und andere Berufsgruppen wie Longevity Coaches, um die Qualität in der praktischen Anwendung zu sichern.
  • 05Die Forschung von Thors früherem Biotech-Unternehmen Tomorrow Labs konzentrierte sich auf den HIF-1-Alpha-Signalweg, einen Master-Schalter für zelluläre Regeneration, der auch für die Hautästhetik genutzt wurde und 2019 mit einem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.
  • 06Longevity-Hotspots wie die Schweiz oder Dubai entstehen oft in Regionen mit einem hohen Anteil an privater Gesundheitsvorsorge und finanziellen Mitteln, was die Offenheit für präventive Ansätze fördert.
  • 07Für eine erfolgreiche Longevity-Medizin ist ein langfristiger, begleitender Ansatz ("Companion") entscheidend, der über einmalige Interventionen hinausgeht und auf kontinuierlicher Anpassung und Tests basiert.
  • 08Thor betont, dass die europäische Longevity-Medizin, aufgrund strengerer Regularien, sich auf klinisch belegte Lifestyle-Interventionen fokussieren muss, anstatt auf experimentelle Therapien wie ungeprüfte Stammzellbehandlungen.

Im Detail

Dominik Thor beschreibt seinen Weg vom Medizinstudium über Wirtschaft und Pharmazie bis ins Investment Banking. Aus Unzufriedenheit mit der Finanzwelt besann er sich auf seine wissenschaftlichen Interessen zurück. Inspiriert durch die Forschung von Dominik Duscher in den USA, gründeten sie gemeinsam das Biotech-Unternehmen Tomorrow Labs. Dessen Fokus lag auf der Erforschung des HIF-1-Alpha-Signalwegs, eines zentralen Mechanismus für die Zellregeneration, der 2019 mit einem Nobelpreis gewürdigt wurde. Sie überführten die Erkenntnisse in den Bereich der Hautästhetik, da das Thema Longevity vor über einem Jahrzehnt noch nicht reif für Investitionen war.

Aus der Erkenntnis, dass traditionelle medizinische Universitäten den interdisziplinären Ansatz von Longevity nicht abdecken können, gründete Thor das GCLS in der Schweiz. Das College bietet einen akademischen Masterlehrgang in Longevity Science an. Dieser richtet sich an Personen mit Berührungspunkten zum Thema, wobei etwa 75 % der Studierenden Mediziner sind. Der englischsprachige Studiengang ist als flexibles Online-Programm mit gelegentlichen Präsenz-Events konzipiert, um Berufstätigen aus aller Welt die Teilnahme zu ermöglichen.

Neben dem Masterstudium plant das GCLS weitere, praxisorientiertere Formate. Dazu gehört der "Board Certified Longevity Physician" für Ärzte, die direkt anwendbares Wissen für ihre Patienten suchen. Zukünftig sollen auch Ausbildungen für andere Berufsgruppen wie Fitnesstrainer oder Ernährungsberater als "Certified Longevity Coach" angeboten werden. Ziel ist es, in allen Bereichen, in denen Longevity eine Rolle spielt (z.B. Wellness, Fitnessstudios), einen hohen Qualitätsstandard durch fundierte Ausbildung zu etablieren.

Thor stellt fest, dass sich Longevity-Zentren häufig in wohlhabenden Regionen mit einem liberalen, privatisierten Gesundheitssystem wie der Schweiz, Singapur oder Dubai entwickeln. In diesen "Longevity Hubs" besteht eine hohe Bereitschaft, in präventive Gesundheit zu investieren. Er sieht für Europa die Chance, durch Seriosität und Fokus auf klinisch belegte Methoden wie Lifestyle-Interventionen eine führende Rolle einzunehmen, da experimentelle Ansätze wie in anderen Regionen hierzulande regulatorisch nicht möglich sind.

Longevity wird nicht durch einmalige Eingriffe erreicht, sondern erfordert eine kontinuierliche Begleitung und Anpassung – eine Art "medizinischer Companion". Dies ermöglicht es, gesunde Menschen dabei zu unterstützen, gesund zu bleiben. Thor ist zuversichtlich, dass Longevity durch wissenschaftliche Erkenntnisse und technologische Hilfsmittel (z.B. KI zur Datenauswertung) zu einem Thema für die breite Masse wird, was langfristig auch zu sinkenden Kosten für Tests und Interventionen führen wird.

Was du konkret tun kannst

  • Prüfe bei der Auswahl von Longevity-Angeboten deren wissenschaftliche Fundierung und die Qualifikation der Anbieter, um unseriöse oder rein marketinggetriebene Versprechen zu meiden.
  • Betrachte Longevity als einen langfristigen Prozess, der eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der eigenen Gesundheit erfordert, anstatt auf schnelle Lösungen durch einzelne Eingriffe zu hoffen.
  • Fokussiere dich auf klinisch belegte und sichere Maßnahmen wie die Optimierung von Ernährung, Bewegung und Regeneration, da diese die Grundlage für ein gesundes Altern bilden.
  • Nutze objektive Messmethoden wie Bluttests oder Wearables, um den eigenen Gesundheitszustand zu verfolgen und die Wirksamkeit von Interventionen individuell zu bewerten, anstatt pauschalen Empfehlungen zu folgen.

Erwähnt in dieser Folge

Dominik Thor
Gast der Folge, Präsident des Geneva College of Longevity Science (GCLS) und Mitgründer von Tomorrow Labs.
Geneva College of Longevity Science (GCLS)
Eine private Hochschule in der Schweiz, die den weltweit ersten Masterstudiengang in "Longevity Science" anbietet.
Tomorrow Labs
Ein von Thor mitgegründetes Biotech-Unternehmen, das den regenerativen HIF-1-Alpha-Signalweg für ästhetische Anwendungen erforschte.
HIF-1-Alpha-Signalweg
Ein zellulärer Mechanismus, der bei Sauerstoffmangel eine Kaskade an regenerativen Prozessen auslöst. Die Entdeckung der Mechanismen wurde 2019 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.
Dominik Duscher
Forschungspartner von Thor, dessen Arbeiten zur Wundheilung in den USA die Gründung von Tomorrow Labs inspirierten.
Board Certified Longevity Physician
Ein vom GCLS entwickeltes, zertifiziertes Fortbildungsprogramm für praktizierende Ärzte.

Worum es in dieser Folge geht

In dieser Episode treffe ich Dr. Dominik Thor, den Gründer und Präsidenten des Geneva College of Longevity Science (GCLS) . Ich spreche mit ihm darüber, wie er in die Longevity-Branche gekommen ist, was das " Executive Master of Longevity Science "-Programm einzigartig macht und warum eine strukturierte Ausbildung für Longevity so relevant ist. Außerdem verrät mir Dominik seine persönlichen Longevity-Routinen und spricht offen über die Herausforderungen, diese als frischgebackener Vater aufrechtzuerhalten.

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