Wiedergabe über Spotify. Die komplette Folge hörst du direkt hier — auch ohne Spotify-Konto. Mit Login synchronisieren wir deine Hörposition geräteübergreifend.
Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus dem Transkript von Folge 81 per KI erstellt. Sie kann daher Fehler oder Unvollständigkeiten enthalten und ersetzt keine medizinische Beratung.
In dieser Folge erklären Mario und Max, was Lipoprotein(a), kurz Lp(a), ist und warum es ein wichtiger, unabhängiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere für Herzinfarkt, Schlaganfall und Aortenklappenstenose ist. Sie erläutern, wie der Lp(a)-Wert korrekt gemessen und interpretiert wird, welche diagnostischen Verfahren bei erhöhten Werten sinnvoll sind und welche aktuellen und zukünftigen Therapieoptionen zur Verfügung stehen, um das damit verbundene Risiko zu senken.
Key Takeaways
01Lipoprotein(a), kurz Lp(a), ist ein Blutfettwert, der dem LDL-Cholesterin ähnelt, aber durch ein zusätzliches Apolipoprotein(a) "klebriger" ist und sich leichter an den Gefäßwänden ablagert.
02Ein erhöhter Lp(a)-Wert ist ein unabhängiger und genetisch bedingter Risikofaktor für Herzinfarkt, Schlaganfall und insbesondere die Aortenklappenstenose. In Deutschland haben etwa 10-20% der Bevölkerung erhöhte Werte.
03Der Lp(a)-Wert sollte mindestens einmal im Leben gemessen werden. Die bevorzugte Einheit ist Nanomol pro Liter (nmol/L), da sie die Partikelanzahl misst, die aussagekräftiger ist als die Masse (mg/dl). Ein Wert ab 125 nmol/L gilt als erhöht.
04Bei einem erhöhten Lp(a)-Wert ist es entscheidend, andere Risikofaktoren wie LDL-Cholesterin und Blutdruck aggressiv zu senken, um das Gesamtrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren.
05Bildgebende Verfahren wie der Ultraschall der Halsschlagader, der CAC-Score (Calcium Score) oder eine CT-Koronarangiografie können helfen, das individuelle Risiko durch die Sichtbarmachung von Gefäßverkalkungen besser einzuschätzen.
06Während Lebensstiländerungen das Lp(a) selbst kaum beeinflussen, tragen sie maßgeblich zur Senkung des Gesamtrisikos bei. Neue, spezifische RNA-Therapien zur direkten Senkung von Lp(a) befinden sich in der Entwicklung und werden bald erwartet.
Im Detail
Lipoprotein(a), kurz Lp(a), ist ein Partikel im Blut, das für den Transport von Fetten zuständig ist. Es ähnelt dem bekannten LDL-Cholesterin, besitzt jedoch ein zusätzliches, angehängtes Protein namens Apolipoprotein(a). Dieses Extra-Protein macht das Lp(a)-Partikel besonders
Was du konkret tun kannst
Lass deinen Lp(a)-Wert mindestens einmal im Leben bestimmen. Die Kosten dafür sind gering und die Messung gibt dir Aufschluss über ein wichtiges, genetisch festgelegtes Gesundheitsrisiko.
Achte bei der Messung darauf, den Wert in der Einheit Nanomol pro Liter (nmol/L) zu erhalten, da diese aussagekräftiger ist als Milligramm pro Deziliter (mg/dl). Werte unter 75 nmol/L sind ideal, Werte ab 125 nmol/L gelten als klinisch relevant erhöht.
Sollte dein Lp(a)-Wert erhöht sein, besprich mit einem Kardiologen eine Strategie zur aggressiven Senkung anderer Risikofaktoren, insbesondere des LDL-Cholesterins (bzw. ApoB) und des Blutdrucks.
Optimiere deinen Lebensstil, indem du nicht rauchst, dich gesund ernährst, regelmäßig bewegst und auf ein gesundes Körpergewicht sowie ausreichend Schlaf und Stressmanagement achtest, um dein Gesamtrisiko zu minimieren.
Informiere auch deine nahen Verwandten (Eltern, Geschwister) über die Wichtigkeit der Lp(a)-Messung, da erhöhte Werte dominant vererbt werden und somit eine familiäre Häufung wahrscheinlich ist.
Erwähnt in dieser Folge
LDL-Cholesterin
Low-Density-Lipoprotein, ein bekannter Risikofaktor für Gefäßablagerungen. Lp(a) ist eine Art LDL-Partikel mit einem zusätzlichen Protein, das es noch schädlicher macht. Beide sind unabhängige Risikofaktoren.
Worum es in dieser Folge geht
Lipoprotein(a) – kurz LP(a) – ist ein starker, oft vererbter Risikofaktor für Herzinfarkt, Schlaganfall und Aortenklappenstenose. Wir zeigen, wann und in welchen Einheiten du LP(a) messen solltest, welche Grenzwerte gelten, welche Bildgebung sinnvoll ist (CAC-Score, CT-Angio) und welche Therapien heute (Statine, PCSK9, Bempedoinsäure) und morgen (RNA-Therapien) relevant sind. Plus: klare Next Steps, wenn dein LP(a) erhöht ist.
Welche Blutwerte sollte man regelmäßig messen? Ist ApoB wichtiger als LDL? Wann wird Vitamin B6 gefährlich – und was bedeutet ein ungewöhnlich niedriger HbA1c? In dieser AMA-Folge beantworten wir eure wichtigsten Fragen rund um Laborwerte, Supplements, Schilddrüse, Kalium, SGLT2-Hemmer und Sauna.
Das große Blutbild ist keine fertige Diagnose, aber eine wichtige Orientierung. Wir zeigen, welche Muster im Blutbild auf Blutarmut, Mängel, Entzündung, Infekte oder Stress hindeuten können und welche Zusatzwerte bei Auffälligkeiten sinnvoll sind.
Breathwork kostet nichts, braucht kein Equipment und kann trotzdem messbare Effekte auf Stress, Blutdruck, Angst, Schlaf und das autonome Nervensystem haben. In dieser Folge sprechen wir über Box Breathing, Slow-Paced Breathing, Cyclic Sighing, Wim-Hof-Atmung und holotropes Atmen – und darüber, welche Technik für welchen Zweck am besten geeignet ist.